Covid-19-Pandemie: Hygiene-Leitfaden für Gastronomie- und Hotelbetriebe

Erste Empfehlungen erscheinen in Kürze

Mit der zunehmenden Lockerung der Lockdown-Regeln in Bund und Ländern können auch die Gastronomie- und Hotelunternehmen ihren Betrieb zumindest eingeschränkt wiederaufnehmen. DIN (Deutsches Institut für Normung) startet vor diesem Hintergrund einen DIN SPEC-Prozess: Erarbeitet wird ein Hygiene-Leitfaden für die Wiederaufnahme des Betriebs eines Gaststätten- und Hotelgewerbes im Pandemiefall.

Erstes Zwischenergebnis Ende Juni

Der freiwillig anzuwendende Leitfaden wird besondere Prozessabläufe sowie Anforderungen an die Hygiene in Gastronomiebetrieben und Hotels definieren, die sich aus der COVID-19-Pandemie ergeben. „Um den betroffenen Unternehmen kurzfristig Hilfestellung bei der Wiedereröffnung ihrer Betriebe zu geben, werden wir bereits in rund vier Wochen ein erstes Zwischenergebnis veröffentlichen“, sagt Dr. Yvonne Pfeifer, Gruppenleitung ENA (Entwicklung neuer Arbeitsgebiete) bei DIN. Das Kick-Off-Meeting, bei dem das Zwischenergebnis als weitere Arbeitsgrundlage vorgestellt wird, findet voraussichtlich am 24. Juni 2020 statt und ist der gemeinsame Auftakt für alle Mitglieder des DIN SPEC Konsortiums. Interessierte Unternehmen, Organisationen oder Personen haben bis zum Kick-Off-Meeting Zeit, sich für eine Mitwirkung an der DIN SPEC anzumelden.

Verbraucherschutz im Fokus

„Viele Unternehmen wissen derzeit nicht genau, wie sie die zusätzlichen Anforderungen an die Hygiene in ihren Betrieben umsetzen sollen. Der Leitfaden wird hier Orientierung geben“, erklärt Dirk Lindemann, Business Development Manager Hospitality, von SGS Institut Fresenius und Initiator der DIN SPEC. Der Leitfaden wird Schnittstellen zu bereits bestehenden Normen und Standards in diesem Bereich aufzeigen und Anforderungen unter anderem an die Reinigung und Desinfektion von Räumlichkeiten, Mobiliar und technischen Maschinen sowie an Abstandsregelungen beschreiben. Auch Anforderungen an die Gewährleistung von ausreichendem Mund- und Nasenschutz, zusätzlichen Schutzeinrichtungen für Mitarbeiter und Gäste sowie an Lebensmittellieferungen an Endverbraucher beschreibt die DIN SPEC. Die finale Veröffentlichung des kostenlosen Leitfadens ist für Oktober 2020 geplant. „Wir werden die aktuellen Erfahrungen bei der Wiederaufnahme der Betriebe in die Erarbeitung aufnehmen und den Leitfaden so weiter verbessern“, ergänzt Dr. Pfeifer.

Als unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland koordiniert und moderiert DIN die Erarbeitung der DIN SPEC. Mit einer DIN SPEC setzen Unternehmen – vom Start-up über den Mittelstand bis zu Großunternehmen – innerhalb weniger Monate agil und unkompliziert Standards. DIN selbst sorgt dafür, dass die DIN SPEC nicht mit bestehenden Standards kollidiert. Eine DIN SPEC kann auch die Basis für eine spätere DIN-Norm sein.

Über DIN

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen durch Standardisierung zu unterstützen – sei es in Themenfeldern rund um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft oder im Rahmen von Forschungsprojekten. Rund 35.500 Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager steuert. Die Ergebnisse sind marktgerechte Normen und Standards, die den weltweiten Handel fördern und der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, dem Schutz der Gesellschaft und Umwelt sowie der Sicherheit und Verständigung dienen.

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